Sonntag, 29. April 2007

Wiener Würstchen

Warum heißen die Wiener Würstchen Wiener Würstchen ???

Stammen die Wiener Würstchen aus Wien? Wurden sie in der österreichischen Hauptstadt zuallererst gegessen, tauchten sie bereits im 12. Jahrhundert in den Annalen der Stadt auf? Oder wurden sie von dem Fleischhauer-Ehepaar Wiener, ihres Zeichens Pächter einer Heurigen-Kneipe, erfunden?

Fragen über Fragen ...

Meine intensiven, mehrwöchigen Recherchen im Internet, in Bibliotheken und einschlägigen historischen Bänden haben ergeben, dass niemand so recht weiß, warum die Wiener Würstchen „Wiener Würstchen“ heißen.

In Wien heißen sie jedenfalls „Frankfurter“ – auch dies, wie es auf den ersten Blick scheint, ohne besonderen Grund.

Wer mehr weiß, ist herzlich eingeladen, seine etymologischen Studien einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen !

Samstag, 28. April 2007

Eiaufstrichbrot in der Wildsau




Auch wenn der Titel höchst merkwürdig klingt, werden Experten durchaus etwas damit anzufangen wissen. Am Ende der Hietzinger Slatingasse (gleich an der Mauer zum Lainzer Tiergarten) existiert eine Buschenschenke oder auch Heurigenschenke genannt:

Zur Wildsau.

Karla war vor einigen Tagen dort, hat die Küche und den Service getestet:



Alles erstklassig - vor allem die Eiaufstrichbrote sind weit über die Hietzinger Bezirksgrenzen hinaus ein Geheimtipp. Karla allerdings hat sich einer Süßspeise gewidmet, einem Schokoladenkuchen, auch der - empfehlenswert.


Besuchstipp!

Link: Zur Wildsau

Freitag, 20. April 2007

Ein Gedicht von einer Mehlspeise


Der Strudel, historisch-literarisch


Diese köstliche Mehlspeise fand sogar ihren Weg in die Literaturgeschichte. Alexandre Dumas (fils), der Autor der „Kameliendame“ besuchte einst seinen Schriftstellerkollegen Maurus Jókai und dessen Frau, die berühmte Schauspielerin Rosa Laborfalvy in Budapest.

Das Ehepaar servierte dem Gast ein Menü, dessen Krönung ein mit raffinierter Füllung bereiteter Strudel war. Alexandre Dumas war über alle Maßen begeistert. Wie man dieses „Gedicht“ von einer Mehlspeise zubereite, wollte er wissen.

Maurus Jókai soll ihm wie folgt geantwortet haben:

„Es ist ganz leicht. Auf einen riesigen Tisch wird eine weiße Tischdecke gebreitet; auf diese kommen zwei faustgroße Stücke von geknetetem Teig. Unter den fachmännischen Anweisungen der Hausfrau beginnen zwei Mädchen diese zwei Stücke zu ziehen, zu dehnen und zu strecken, bis sie so breit werden wie der ganze Tisch. Sie werden so groß, dass ein Römer sie als Toga hätte umhängen können. Dieser hauchdünne Teig wird mit saurem Rahm, Fett, Rosinen, Mandeln oder mit einer anderen Füllung bestreut. Dann wird er zusammengerollt wie eine Boa Constrictor, auf ein Backblech gelegt und mit der Raffinesse spanischer Inquisitoren auf langsamem Feuer gebacken und dann ...“

„Und dann“, unterbrach ihn Alexandre Dumas, der seinen Bauch wohlig streichelte, „und dann bedauern Sie die barbarischen Völker, die das nicht kennen!“

Sonntag, 15. April 2007

Donaukanal

Um der Stadt an sich und ihren Räumen Genüge zu tun, veröffentlichen wir ein Bild von Karla bei einem Spaziergang am Donaukanal. Im Zuge der Donauregulierung von 1870 endgültig von einem Hauptarm zum "Kanal" degradiert, erlebt er 100 Jahre eher ein ungeliebtes Dasein. Derzeit allerdings scheint Wien wieder näher ans Wasser zu rücken: eine florierende Beislszene, Flohmarkt und Musikveranstaltungen, Strandbars mit echtem Sand, unlängst sogar ein Badeschiff - beweisen, dass die "schöne blaue Donau" derzeit wirklich attraktiv zu sein scheint.


hier Karla am linken Ufer des Donaukanals (Leopoldstädter Seite), Höhe Urania, schräg gegenüber die Strandbar "Zum Hermann" - In-Lokal des Sommers 2006 ...

Samstag, 14. April 2007

Strudel, poetisch



Eine fast schon poetisch anmutende Liebeserklärung an den Strudel aus einem alten Backbuch:

"Wenn ein Hauch, ein Seufzer, ein Duft Form annehmen könnte, so hieße er vielleicht: STRUDEL... Er ist leicht wie ein Hauch, vielfältig wie ein Gedanke, zart wie ein Seufzer und köstlich wie ein Duft."

Schön, oder?

Wo gibt es den besten Strudel von Wien?





zwei Beispiele:
Apfelstrudel und Topfenstrudel








besser gefragt: Wo hat es gegeben?








Mittwoch, 11. April 2007

Eiaufstrichbrot


Mein Eiaufstrichbrotrezeptvorschlag:

2 Ostereier (kleingeschnitten oder zerdrückt), Frischkäse, etwas Senf, feingewiegte Zwiebel, Salz, Pfeffer, gepresster Knoblauch. Auf eine Scheibe Bauernbrot streichen, etwas Rohkostsalat dazu ...

Das Rote ist ein bisschen Farbe von einem roten Osterei.

Montag, 9. April 2007

Eiaufstrich

Man merkt schon ... Wien ist / wird vor allem kulinarisch.

Eine der entscheidenden Fragen kann sein: Wer hat den besten Eiaufstrich? Im Umfeld um Ostern durchaus von Wichtigkeit, so meint Karla .

Also, wer eine Rezeptur hat, möge sie bekannt geben.

Samstag, 7. April 2007

Schweizerhaus


Erste Frage: Karla befindet sich beim Schweizerhaus.

Was ist das?
Woher kommt der Name? Wodurch ist das Schweizerhaus berühmt?
Was hat die Schweiz mit Wien zu tun?



Also, die Weltausstellung 1873 war ein großartiges Ereignis für Wien. Die ganze Welt sollte die glanzvolle Metropole der Monarchie bewundern. Mehr als 1000 Aussteller waren anwesend; etwa 7 Millionen Menschen besuchten diese Ausstellung. Sie wirkt bis heute in Wien nach. Das Riesenrad etwa ist noch ein Relikt dieser Weltausstellung.
Leider machten ein Börsenkrach (Schwarzer Freitag) und eine Choleraepidemie den Erfolg der Weltausstellung zunichte.


Das Schweizerhaus war Teil einer Länderschau. Angeblich aber steht bereits seit 1766 an dieser Stelle eine Gastwirtschaft mit Schweizer Bezug ("Zur Schweizer Hütte"), weil Schweizer Jagdtreiber die damals noch ausschließlich adeligen Jagdgäste des Kaisers bewirteten. Ebenfalls solles geheimer Treffpunkt der Raucher gewesen sein ("Zur Tabakspfeife", um 1800).

1868 wurde die "Schweizer Meierei" eröffnet und wurde bald zum Synonym für gepflegtes Bier und köstliche Stelzen. Auch heute ist die Gastwirtschaft täglich Treffpunkt für zahlreiche Wiener und Besucher. Ein Wahrzeichen des Wiener Praters - leider aber hatte es bei Karlas Besuch noch geschlossen. Sie muss also wiederkommen....




Freitag, 6. April 2007

Mousse au chocolat


Das also ist Karla.


Sie begleitet uns durch Wien. Karla
wird versuchen, Wien aus einer anderen
Perspektive zu zeigen ...




Hier bei Mousse au chocolat.


Ein köstliches Rezept dazu
gibt es HIER