Karla Kunstwadl befindet sich hier –
nein, nicht in Wien, sondern – in Salzburg:
In Salzburg muss Karla jedoch sofort wieder an Wien denken, nämlich an den Sänger und Liedermacher Ludwig Hirsch, der, obwohl in der Steiermark geboren, für viele den "typischen Wiener" verkörpert. Von einem Wiener Kritiker wurde Ludwig Hirsch einst als eine Mischung aus "Jesus, Rambo, Mutter Theresa und Karl Valentin" bezeichnet. Führt man sich seine Texte zu Gemüte, kommt man zu dem Schluss, dass in dieser Einschätzung ein Körnchen Wahrheit stecken könnte.
Mit seinem Lied "Grüß Gott, Salzburg" lässt Hirsch kein gutes Haar an dieser Stadt.
Ausschnitt:
"No, was willst von einer Stadt, in der ma Salzburger Nockerln frisst?
Der Erfinder dieser Köstlichkeit war sicher ein brutaler Geschmackssadist.
Es is wirklich wahr, da hast nur süße Luft am Teller
und das ganze wird serviert von einem unfreundlichen Kellner."
Für "neutrale" Ohren sicher ein erheiternder Text. Doch was sagen die Salzburger dazu?
Woher kommen eigentlich diese gegenseitigen "Neckereien" zwischen Wienern und Salzburgern? Oder ist es gar eine "Konkurrenzspannung", deren Ursprung bei Mozart zu suchen ist?
"... Weißt, warum die ganze Stadt so ungut vibriert?
Schuld dran is der Mozart, der im Armengrab rotiert."
Als Außenstehender, weil gebürtiger Bayer, wünscht sich eine kompetente Stellungnahme zu diesem Phänomen euer
Wasti Ramslhuber